Alkoholkonsum
“Gott war ich am Wochenende wieder so voll!”.
Diesen Ausspruch hat wohl jeder schon gehört.
Höchstwahrscheinlich auch selbst schon gesagt, und ich möchte nicht abstreiten, dass dieser Satz
auch schon aus meinem Mund kam.
Aber mir fällt auf, dass ich diesen Satz in letzter Zeit immer öfter höre.
Morgens in der Schule. Ich sitze nichtsahnend, müde und gelangweilt in der Caféteria.
Er kommt rein, diesen bestimmten GEsichtadruck aufgesetzt.
“Lass mich raten, du warst am Wochenende wieder soooo voll, richtig?”
Woher weisst du…
10 Minuten später, der Klassensaal, warten auf die Lehrerin, und der nächste Kandidat.
>hey, wie war dein Wochenende?< “Meins war gut, und lass mich raten, du warst am Wochenende
wieder soooo voll, stimmts?” >WOher weisst du…<
Die Konversation, die meistens darin endet, dass ich vorgeworfen bekomme, ich solle gefälligst
nicht so unfreundlich und sarkastisch sein, darf nach exakt einer Woche, immer wieder führen.
Alkohol kann etwas tolles sein, es hebt die Stimmung, es baut Hemmungen ab und es können
lustige Dinge passieren, muss es aber nicht.
Es ist auch durchaus akzeptabel, das ein oder andere Mal einen über den Durst zu trinken,
solange dies nicht all zu regelmäßig passiert, wie es eben in letzter Zeit durchaus der Fall ist.
Hier ist es wohl passend, “Flatrate-Saufen” zu erwähnen. Wer auch immer diese glorreiche Idee hatte,
darf sich hiermit angesprochen fühlen, denn ihm gilt meine tiefste Bewunderung, denn nicht jeder
kann sich damit brüsten, Menschenleben auf dem Gewissen zu haben, um seinen Umsatz zu steigern.
Oft wird die Tatsache des immensen Alkoholkonsums runtergespielt. “Ja Gott, was soll da
schon groß passieren”, “Ja komm, das eine Mal”, “Bitte, jetz übertreibs ma nicht, was ist bei
12 Bier un 8 Schnaps schon groß dabei…”
Alkohol als Flucht aus der Realität, als Ausgleich zum “harten” Alltag, und, ich entschuldige
mich für meine Ausdrucksweise, einfach mal “die Sau raus zu lassen”.
Hier wird sichtbar, warum Alkohol als Droge bezeichnet, wird.
Die Flucht aus der Realität, in seiner eigenen Welt leben, sich keine Gedanken machen und
keine Probleme haben, nicht an den nächsten verkaterten Morgen denken und einfach Spass haben.
Hier wird auch deutlich, wer sich noch um die Zukunft kümmert und tatsächlich Perspektiven verfolgt.
Alkohol als Ausgleich…..Junge, such dir’n Hobby!
Currently Listening To: Marius Müller Westernhagen - Alkohol
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- Published:
- 3.30.08 / 11Uhr nachmittags
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- Tags:
- Alkohol, Ausgleich, Flucht, Perspektive, Realität
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